21. Oktober, 1959vor 67 Jahren

Das Guggenheim-Museum in New York wird eröffnet

Das Guggenheim-Museum in New York wird eröffnet

Eckdaten

Ort

Fifth Avenue

Manhattan, New York City, USA

Beteiligte

Architekt Frank Lloyd Wright; Museum auf Grundlage der Sammlung Solomon R. Guggenheims

Ergebnis

Eröffnung des dauerhaften spiralförmigen Museumsgebäudes

Das Solomon R. Guggenheim Museum öffnete sein markantes, von Frank Lloyd Wright entworfenes Spiralgebäude in New York für Besucher.

Ein neues Zuhause für moderne Kunst

Die Solomon R. Guggenheim Foundation entstand 1937 zur Förderung einer wachsenden Sammlung moderner Kunst. Zwei Jahre später eröffnete in New York das Museum of Non-Objective Painting. Die Künstlerin und Beraterin Hilla Rebay wünschte sich ein dauerhaftes Gebäude, das so ungewöhnlich sein sollte wie die ausgestellten Werke.

1943 wandte sich Rebay an den Architekten Frank Lloyd Wright. Statt rechteckiger Galerien entwarf er ein Museum um eine geschwungene Spiralrampe und eine zentrale Rotunde. Planung und Bau dauerten Jahre und führten zu Debatten darüber, wie Besucher durch das Gebäude gehen und Gemälde präsentiert werden sollten.

Die Eröffnung am 21. Oktober 1959

Am 21. Oktober 1959 eröffnete das neue Solomon R. Guggenheim Museum an der Fifth Avenue in Manhattan. Das weiße Gebäude mit seinen geschwungenen Formen hob sich deutlich von den rechtwinkligen Nachbarbauten ab. Besucher entdeckten Kunst entlang einer durchgehenden Innenrampe – die Architektur wurde selbst Teil des Erlebnisses.

Wright starb noch im selben Jahr und erlebte die Nutzung seines fertigen Museums nicht mehr. Die Eröffnungsausstellung zeigte Werke der Sammlung, doch praktische Fragen traten rasch hervor. Museumsdirektor James Johnson Sweeney und Wright waren sich über Beleuchtung, schräge Wände und die Hängung der Bilder uneinig gewesen.

Ein Museum gegen die Konventionen

Wright verstand das Museum als architektonisches Gesamtkunstwerk. Die Spiralgalerie führte die Besucher in einem durchgehenden Weg statt durch getrennte Säle. Zugleich machten gebogene Wände, geneigte Böden und die starke Eigenwirkung des Gebäudes manche Ausstellungen schwieriger.

Diese Spannungen machen die Bedeutung des Hauses aus. Das Guggenheim bot nicht bloß Ausstellungsfläche: Es stellte die Frage, ob ein Museum die Wahrnehmung von Kunst selbst formen kann. Seine Eröffnung gehört daher gleichermaßen zur Kunstgeschichte und zur Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Ein dauerhaftes Wahrzeichen der Architektur

Mit der Zeit wurde das Guggenheim zu einem der bekanntesten Gebäude New Yorks. Sein Ruhm ging über die Ausstellungen hinaus: Fotografien der Spiralfassade machten es zu einem internationalen Symbol moderner Architektur. Später wurde es als Teil einer UNESCO-Welterbestätte mit Werken Frank Lloyd Wrights ausgezeichnet. Das Spannungsverhältnis von Baukunst und Kunst bleibt bis heute faszinierend.

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Quellen

Die Illustrationen auf dieser Seite sind KI-generiert, keine historischen Aufnahmen.