26. September 1748 – 7. März 1810

Cuthbert Collingwood

KI-generiertes historisches Porträt von Admiral Cuthbert Collingwood
Time Nearby — AI-generated historical illustration · AI-generated illustration (not an archival image; subject to applicable image generation terms)

Cuthbert Collingwood (1748–1810) war ein britischer Marineoffizier und einer der engsten Vertrauten Horatio Nelsons. Bei Trafalgar führte er auf der HMS Royal Sovereign die zweite britische Kolonne und übernahm nach Nelsons tödlicher Verwundung den Oberbefehl. In seinen letzten Lebensjahren kommandierte er britische Seestreitkräfte im Mittelmeer.

Geboren
26. September 1748 · Newcastle upon Tyne, England
Gestorben
7. März 1810 · An Bord der HMS Ville de Paris im Mittelmeer
Nationalität
Britisch
Historische Rolle
Vizeadmiral der Royal Navy; 1. Baron Collingwood

Newcastle und die ersten Jahre auf See

Collingwood wurde am 26. September 1748 in Newcastle upon Tyne geboren und besuchte dort die Schule. 1761 fuhr er erstmals zur See und begann eine Laufbahn, die ihn einen Großteil seines Lebens von zu Hause fernhielt. Seine frühen Reisen vermittelten ihm praktische Erfahrung lange vor höheren Kommandos.

Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg diente er in nordamerikanischen und karibischen Gewässern. 1775 wurde er Leutnant, 1780 Kapitän. Aus seiner Bekanntschaft mit Horatio Nelson entwickelte sich eine enge berufliche Freundschaft.

Krieg gegen das revolutionäre Frankreich

Nach Beginn des Kriegs gegen das revolutionäre Frankreich 1793 führte Collingwood Schiffe der Royal Navy und nahm 1794 an der Seeschlacht des „Glorious First of June“ teil. Solche Einsätze prüften die Fähigkeit der Marine, Blockaden aufrechtzuerhalten und große Flotten fern eigener Häfen zu bekämpfen.

Als Kapitän der HMS Excellent zeichnete er sich 1797 in der Schlacht bei Kap St. Vincent aus. 1799 wurde er zum Konteradmiral befördert. Sein Ansehen beruhte weniger auf großen Reden als auf Disziplin, Vorbereitung und Zuverlässigkeit unter Druck.

Die zweite Kolonne bei Trafalgar

Am 21. Oktober 1805 führte Collingwood die zweite britische Kolonne bei Trafalgar. Sein Flaggschiff HMS Royal Sovereign durchbrach als erstes britisches Schiff die französisch-spanische Linie und geriet in heftige Kämpfe, bevor weitere britische Schiffe eingreifen konnten.

Nach Nelsons tödlicher Verwundung auf der HMS Victory übernahm Collingwood den Oberbefehl. Die Briten siegten entscheidend, doch ein Sturm gefährdete anschließend erbeutete und beschädigte Schiffe. Collingwood musste die Folgen der Schlacht bewältigen, statt nur den Sieg zu feiern.

Das Mittelmeerkommando

Nach Trafalgar befehligte Collingwood britische Seestreitkräfte im Mittelmeer. Er überwachte feindliche Häfen, schützte Verbindungen und sicherte die britische Stellung in einer politisch wechselhaften Region. Die anspruchsvolle Arbeit ließ ihm nur wenig Zeit an Land.

Collingwood starb am 7. März 1810 an Bord der HMS Ville de Paris während seines Dienstes im Mittelmeer. Sein Leichnam wurde nach Großbritannien gebracht und in der St.-Pauls-Kathedrale beigesetzt. Man erinnert sich an ihn sowohl wegen Trafalgar als auch wegen seiner späteren Kommandotätigkeit.

Charakter und Vermächtnis

Collingwood arbeitete eng mit Nelson zusammen, hatte aber einen eigenen Führungsstil. Seine Stärken waren besonnenes Urteilsvermögen, Organisation und Ausdauer. Sein Anteil an Trafalgar zeigt, dass der Sieg mehr als einem berühmten Admiral zu verdanken war.

Erhaltene Briefe und Dienstunterlagen ermöglichen es Historikern, Collingwood nicht nur als Nelsons Nachfolger zu sehen, sondern als Offizier, dessen lange Laufbahn mehrere Kriege und den Alltag maritimer Führung miteinander verband.

Historische Epochen

Ereignisse mit dieser Person

Verwandte Personen

  • Horatio Nelson

    Enger Kollege und Freund; er übernahm bei Trafalgar nach Nelsons tödlicher Verwundung das Kommando.

Quellen

Die Illustrationen auf dieser Seite sind KI-generiert, keine historischen Aufnahmen.