25. Oktober, 1971vor 55 Jahren
Die UN-Generalversammlung verabschiedet Resolution 2758 zur Vertretung Chinas

Eckdaten
- Ort
UN-Generalversammlung
New York
- Historische Epoche
26. Tagung der UN-Generalversammlung
- Beteiligte
UN-Mitgliedstaaten; Volksrepublik China; Vertreter der Republik China
- Ergebnis
Resolution 2758 mit 76 zu 35 Stimmen bei 17 Enthaltungen angenommen
Die Generalversammlung nahm Resolution 2758 mit 76 zu 35 Stimmen bei 17 Enthaltungen an. Sie stellte die Rechte der Volksrepublik China in der UNO wieder her, erkannte ihre Vertreter als Chinas rechtmäßige Vertreter an und entfernte die Vertreter Chiang Kai-sheks.
Ein langer Streit um Chinas Vertretung
Bei der Gründung der UNO 1945 vertrat die Republik China das Land und besetzte einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Nach dem Bürgerkrieg entstand 1949 auf dem Festland die Volksrepublik China, während die Regierung der Republik China auf Taiwan fortbestand. Mehr als zwei Jahrzehnte blieb die Vertretung Chinas in New York bei Taipeh. Das Thema kam wiederholt vor die Generalversammlung. Bis Anfang der 1970er Jahre hatten diplomatische Verschiebungen und neue Mitgliedstaaten das Kräfteverhältnis verändert.
Die Abstimmung vom 25. Oktober 1971
Am 25. Oktober 1971 nahm die Generalversammlung Resolution 2758 in ihrer 1976. Plenarsitzung an. Das Ergebnis lautete 76 Ja-Stimmen, 35 Nein-Stimmen und 17 Enthaltungen; drei Mitglieder stimmten nicht ab. Die Resolution stellte die Rechte der Volksrepublik China wieder her, erkannte ihre Vertreter als die einzigen rechtmäßigen Vertreter Chinas bei den Vereinten Nationen an und beschloss die Entfernung der Vertreter Chiang Kai-sheks. Damit änderte sich unmittelbar die chinesische Vertretung einschließlich des ständigen Sitzes im Sicherheitsrat.
Was die Resolution änderte – und was ihr Text sagt
Resolution 2758 gehört zu den folgenreichsten Vertretungsentscheidungen der UN-Geschichte. Sie klärte institutionell, welche Regierung China bei den Vereinten Nationen vertritt. Heutige Debatten gehen häufig darüber hinaus und betreffen Taiwans internationalen Status und seine Beteiligung an Organisationen. Historisch sollte man diese späteren rechtlichen und politischen Fragen vom Wortlaut der Resolution trennen. Dieser behandelt die Vertreter der Volksrepublik, Chinas Vertretung in der UNO und die Entfernung der Vertreter Chiang Kai-sheks. Sie zeigte zudem, wie Veränderungen diplomatischer Anerkennung und der UN-Mitgliedschaft das institutionelle Gleichgewicht der Organisation verändern konnten, ohne die Charta zu ändern.
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Quellen
Die Illustrationen auf dieser Seite sind KI-generiert, keine historischen Aufnahmen.


